Christlich-Islamischer Verein Hochrhein e.V.
Iman der Moschee

Alperenler Moschee Rheinfelden

DITIB Türkisch-Islamische Gemeinde e.V

Schafmatt 12

79618 Rheinfelden/Baden

Der 5. Imam der Moschee

Iman Moschee

Herr Ahmet Cidem war der fünfte Imam in Rheinfelden. Von Oktober 2003 lebte er hier mit seiner Frau und einer Tochter. Eine weitere Tochter war in der Türkei verheiratet. Der 47- Jährige kam aus Aydin /Westtürkei. Nach dem Besuch des Gymnasiums absolvierte er ein Universitäts-studium der Religionswissenschaft. Nach 25-jähriger Berufstätigkeit in der Türkei erhielt er als türkischer Staatsbeamter (siehe Amtsgeistliche) die Berufung nach Deutschland. Nach vier Jahren, im Oktober 2007, kehrte Herr Cidem wieder in die Türkei zurück.

Amtsgeistliche

Von den türkischen Amtsgeistlichen sind rund 400 hauptamtlich in den Gemeinden der DITIB in der Bundesrepublik tätig. Sie leiten das Pflichtgebet, vollziehen den islamischen Trauungsritus, halten freitags religiöse Ansprachen und erteilen den Kindern Koranunterricht. Die von den Gemeinden der DITIB in der Bundesrepublik durchgeführten Koran-Kurse werden von über 25.000 Kindern und Jugendlichen besucht. Die Auswahl der von der Türkei aus nach Deutschland entsandten Amtsgeistlichen erfolgt durch eine "Gemeinsame Kulturkommission" von Vertretern der Ministerien der Finanzen, der Bildung, des Äußeren und für Religionsangelegenheiten. Verlangt wird unter anderem als Qualifikation ein Diplom einer islamisch-theologischen Fakultät oder eines religiösen Seminars. Die Amtsgeistlichen in der Bundesrepublik unterstehen den Attachés für religiöse Dienste der türkischen Generalkonsulate.

Brief des Imam an den CIVH

Am Donnerstag, den 18.12.2003 traf sich um 19.30 Uhr der Vorstand des CIVH in Schloss Beuggen zu seiner regulären Sitzung. Dazu hatte sich auch Herr Imam Ahmet Cidem in Begleitung von Herrn Mehmet Emre und Herrn Selman Filiz angesagt. Herr Cidem bedankte sich mit einem Blumenstrauß für die Willkommensgrüße bei seiner Ankunft in Rheinfelden und überreichte folgenden Brief.

Sehr geehrter Herr Ross!

Da Sie nach meinem Ermessen ein guter Theologe sind, möchte ich Ihnen erst einmal gratulieren.

Ich habe mich sehr über den Brief und die Glückwünsche gefreut, die Sie im Namen des Vorstandes des CIVH e.V. verfasst haben. Ich möchte mich hiermit bei all den Mitgliedern dieses Vereins bedanken und Ihnen weiterhin Erfolg wünschen.

Offene Gespräche und gegenseitige Dialoge sind bei mir jederzeit willkommen. Wir befinden uns in einer Zeit der Wissenschaft und in solch einer Zeit ist es noch einmal so wichtig einen Dialog aufzunehmen. Ein solcher Dialog ist die Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis.

Man sollte den Menschen mit viel Verständnis entgegenkommen, ganz unabhängig davon welcher Rasse oder Religion er angehört. Jeder sollte die Freiheit haben, nach seinem Glauben leben zu können.

Der Mensch ist das größte Werk Gottes. Im Koran wird das wie folgt beschrieben:

"Wahrlich Wir erschufen den Menschen in schönster Gestalt.“ (Sure 95:4)

"O ihr Menschen, siehe, Wir erschufen euch von einem Mann und einem Weib und machten euch zu Völkern und Stämmen, auf dass ihr einander kennet. Siehe, der am meisten geehrte von euch vor Allah ist der Gottesfürchtigste unter euch; siehe, Allah ist wissend und kundig.“ (Sure 49:13)

"Und so es Allah gewollt, hätte er sie zu einer Gemeinde gemacht.“ (Sure 42:8)

"O ihr Menschen, fürchtet euern Herrn, der euch erschaffen aus einem Wesen und aus ihm erschuf seine Gattin und aus ihnen viele Männer und Weiber entstehen ließ.“ (Sure 4:1)

Wenn wir Allah lieben, müssen wir auch den Menschen lieben. Die Menschen sollten in Frieden auf dieser Welt leben.

Allah hätte auch ein einziges Volk oder einen einzigen Stamm erschaffen können. Aber er hat uns in viele verschiedene Völker unterteilt. Diese Tatsache führt uns zu einem gemeinsamen Dialog

Ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes, frohes neues Jahr in der Hoffnung, dass es Frieden für die ganze Welt bringt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich wie einen Freund ansehen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Ahmet Cidem

(Vorbeter der Rheinfelder Moschee)

BZ-Interview mit Imam Ahmet Cidem 12. Oktober 2006

 

Herr Ömer Sengün 

ist der neue Imam für Rheinfelden

Am Mittwoch, den 14. November 2007 traf Herr Ömer Sengün mit seiner Ehefrau und kleinen Tochter in Rheinfelden ein. Er tritt die Nachfolge von Herrn Ahmet Cidem an und wird für vier Jahre das Amt eines hauptamtlichen Imams in Rheinfelden wahrnehmen. Wir, vom Christlich-Islamischen Verein Hochrhein e.V., heißen ihn und seine Familie herzlich willkommen und hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Ein Begrüßungsgeschenk haben wir ihm bereits überreicht. 

Der Vorstand des CIVH

 

Badische Zeitung vom Samstag, 1. Dezember 2007 

 

"Unsere Moschee soll eine Stätte der Begegnung sein" 

 

Seit zwei Wochen hat die Alperenler Moschee einen neuen Imam: Der 31-jährige  Ömer Sengün will die offene Arbeit seines Vorgängers Ahmet Cidem fortsetzen

Von unserem Redakteur Jochen Fillisch

 

RHEINFELDEN. Die rund 1300 muslimischen Gläubigen in Rheinfelden und Umgebung haben einen neuen Imam: Seit Mitte November leitet Ömer Sengün die Gemeinde in der Alperenler Moschee. Der 31-Jährige ist der bislang jüngste Imam in Rheinfelden.

Er wurde in der Schwarzmeerregion geboren, machte sein Abitur in der Stadt Sakarya und studierte anschließend Islamische Theologie an der renommierten Universität Bursa. Für die Stelle des Imam der Alperenler Moschee bewarb er sich, weil er "unbedingt in ein europäisches Land wollte" . Zum einen, weil ihm die religiöse Betreuung der Türken im Ausland sehr am Herzen liegt, zum anderen, weil er selbst Sprachen lernen möchte.

Bevor
Ömer Sengün mit seiner Frau und seiner knapp zweieinhalbjährigen Tochter nach Rheinfelden kam, wurde er in der türkischen Hauptstadt auf seinen vierjährigen Aufenthalt vorbereitet. Am dortigen Goethe-Institut belegte er erste Sprachkurse in Deutsch und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung machte er sich mit landeskundlichen Themen vertraut.

Mit seinem Vorgänger Ahmet Cidem hatte der neue Imam telefonischen Kontakt und ließ sich von ihm über die wichtigsten Themen innerhalb der Rheinfelder islamischen Gemeinde informieren. Ursprünglich hatte die Gemeinde gehofft, dass die Amtszeiten von Cidem und 
Sengün sich überlappen könnten, um einen nahtlosen Übergang zu ermöglichen, doch die deutschen Behörden ließen das nicht zu, wie Pfarrer Werner Ross vom Christlich-islamischen Verein Hochrhein bedauert.

Seine Hauptaufgabe sieht der Imam in der Gestaltung der Gebetszeiten und im religiösen Beistand für die Türken. Auch möchte er den Kindern den Koran vermitteln. Darüber hinaus legt er aber auch großen Wert auf die soziale Komponente seiner Arbeit. So möchte er sich um die Jugendlichen kümmern — zum Beispiel im Kontakt mit der Fußballmannschaft — aber auch sonst ein aktives Gemeindeleben mit Festen und anderen Veranstaltungen organisieren. Und nicht zuletzt die Erwachsenenbildung hat sich der 31-Jährige auf die Fahnen geschrieben.

Die Arbeit seines Vorgängers Ahmet Cidem, der sich sehr um die Verständigung zwischen Muslimen und Christen verdient gemacht hat, möchte
Ömer Sengün fortsetzen. Auch er wird die Zusammenarbeit mit dem Christlich-Islamischen Verein suchen und auch er wird die Alperenler Moschee nach außen öffnen. "Unsere Moschee soll eine Stätte der Begegnung sein" , unterstreicht er die Bemühungen um ein gedeihliches Miteinander.

Die ersten Eindrücke des 31-Jährigen an seinem neuen Arbeitsplatz sind sehr positiv: "Ich freue mich sehr, dass ich hier sein kann", sagt er. Und dass seine kleine Tochter bald in den deutschen Kindergarten gehen wird, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit.

 

 

 

Die Imame der Rheinfelder Moschee:

> 1986 - 1992 __________ Musa Karakas

> 1993 - 1996 __________ Yusuf Celik

> 1996 - 1999 __________  Mustafa Kihc

> 1999 - 2003 __________ Faruk Tasci

> 2003 - 2007 __________ Ahmet Cidem

> 2007 - 2012 __________ Ömer Sengün 

> 2012 -          __________ Mustafa Düzenli